Da muss man sich doch verbiegen können

Sat Nam ihr Lieben. Heute einmal ein Thema, welches mir am Herzen liegt.

Immer wieder bekomme ich die Aussage zu hören, dass man für Yoga total gelenkig sein und sich verbiegen muss. Nun, seitdem ich bei Instagram bin, weiß ich wirklich woher dieses Vorurteil kommt. Da sieht man Frauen und Männer meistens beim Kopfstand (machen wir beim Kundalini-Yoga nicht) oder in „verdrehten“ Haltungen, die viel Übung bedürfen.

Doch um Kundalini-Yoga machen zu können, bedarf es nicht dieser Gelenkigkeit. Es geht darum, seinen Körper wahrzunehmen und diesen langsam und achtsam wieder gelenkig werden zu lassen, wieder in die Bewegung zu kommen und seinen Körper vor dem Einrosten zu bewahren. Alle Übungen werden so gemacht, wie es der Körper zulässt und kann, weil jeder Achtsam auf seinen Körper hört. Niemand muss mit den Händen auf den Fußboden kommen oder die Füße hinter den Kopf bekommen. Wenn die Hände nicht die Zehen greifen können, dann werden diese auf den Schienbeinen abgelegt oder die Beine nur soweit nach oben gebracht, wie der Körper es zulässt. Nebst dem, gibt der Atem die Geschwindigkeit für dynamischen Übungen vor. Nicht der Nachbar oder jemand anderes aus dem Kurs.

Daher, traut euch, wenn ihr Interesse habt und die Möglichkeit besteht, einen Yoga-Kurs zu besuchen. Nur wer etwas austestet, kann die Erfahrung sammeln, ob es möglich ist.

Meditationshocker Ahorn
Meditationshocker Ahorn

Finde in deine Kraft

Sat Nam meine Lieben. Jetzt habe ich den gestrigen Tag etwas sacken lassen. Es war ein interessanter, lehrreicher Tag, der unschön angefangen hat. Nämlich mit nur 4 1/2 Stunden Schlaf. Für mich als Vielschläfer definitiv viel zu wenig. Um halb 7 klingelte der Wecker und wie sollte es anders sein, wenn es gar nicht passt, steht mindestens eines der Kinder mit auf. Da mein Ehemann zu dem Zeitpunkt noch nicht sehr viel Schlaf hatte, habe ich also meine Tochter mit fertig gemacht. Gegen 8 Uhr bin ich dann los gefahren und um 9 Uhr begann der Workshop.

Die Gruppe war gut gemischt. Einige hatten gar keine oder nur wenig Erfahrung mit Kundalini, andere haben schon die Ausbildungsstufe 2 hinter sich. Vom Alter her würde ich behaupten, dass ich mit meinen 29 die Jüngste war.

Wir haben viel über den Beckenboden gelernt und viele Übungen für diesen gemacht, um einen besseren Umgang zu lernen und bessere Kontrolle über diesen zu haben. Ebenso ging es darum, wie der Beckenboden eingesetzt werden sollte um die verschiedenen Asanas (Übungen) richtig durchzuführen. Keine Übung ohne jedenfalls etwas Spannung, ausser der Tiefenentspannung. 😀

Hari Har Singh hat alles sehr genau erklärt und uns viel zu lesen mitgegeben und ich habe mir noch folgendes Buch geholt:Divine Alignment, Deutsche Ausgabe - Guru Prem Singh
Divine Alignment, Deutsche Ausgabe – Guru Prem Singh

Hier wird noch mal genau erklärt auf was man bei den Asanas zu achten hat.

Da wir das Thema Haltung zur Zeit in der Ausbildung haben, war es für mich teilweise eine Festigung des Wissens. Doch habe ich auch viel darüber gelernt wie man die Asanas gut anleitet. Dieses Wissen wird mir später helfen, wenn ich selber Kurse gebe.

Eigentlich sollte der Workshop nur bis 18 Uhr gehen. Wir haben dann aber noch zusammen gegessen, weil noch so viel vom Mittag über war. So bin ich erst um 20.30 Uhr Zuhause gewesen. Trotzdem habe ich meine Kriya und die Meditation noch gemacht, zwar dieses Mal nur geviertelt, aber immerhin. 😛

So, nun gucke ich noch etwas den Hobbit….