Reisebericht: Australien mit Kindern

Sat Nam meine Lieben. Seit ca 2 Wochen habe ich nichts mehr geschrieben. Nun, das lag daran, dass wir nicht in Deutschland waren, sondern in Australien 😛 Wir sind mit dem Campervan einige Tage die Great Ocean Road hoch und runter gedüst. Und ja, es waren beide Kinder dabei.

Es war wirklich ein großes Abenteuer. Wie ihr Euch sicher vorstellen könnt sind so lange Flüge mit kleinen Kindern nicht ganz leicht. Die Zwei haben es aber wirklich super gemacht und haben sich Gestern, auch beim letzten Flug von London nach Deutschland, noch gefreut in den Flieger zu steigen. Leider geht es den Kleinen wie den Großen, die Sitze in den Economy Klasse sind nicht sehr bequem und das Schlafen sehr schwierig. Unser Junge hatte daher einige Schwierigkeiten eine bequeme Position zum Schlafen zu finden. Wozu ich definitiv abraten würde, nach den ganzen Stunden auf Hin- und Rückflug, ist ein Kind auf Langstreckenflügen auf dem Schoß zu nehmen, auch wenn es weniger kostet. 😛 Die Kleine saß bei mir und ich konnte mich dadurch natürlich nicht in eine bequeme Haltung zum Schlafen bringen.

Die ersten drei Nächte  haben wir dann in Melbourne verbracht, genau wie die Letzte. Unterkünfte hatten wir uns Zuhause über Airbnb gesucht. Wir hatten super nette und freundliche Gastgeber in beiden Unterkünften. Kostet zwar etwas, aber dafür hat man auch gleich Kontakt zu Einheimischen die einem auch noch Tips geben oder wie bei Letzter für einen kochen, die Kinder versorgen und einen noch wo hin fahren. Probiert es einfach mal aus.

Melbourne ist eine interessante Stadt, wobei ich froh bin, dass wir dort nicht länger waren. Zu groß, zu hektisch, zu laut….ist nichts für mich und meinen Mann. Und als wir einen Tag auf dem Victoria Market waren und danach noch in die Innenstadt sind, waren dort mehrere Blocks gesperrt. Später haben wir erfahren, dass ein Mann nach einer Verfolgungsjagd im Auto dort in eine Menschenmenge gerast ist. Drei Tote und 25 Verletzte….. 🙁

Also, wir waren froh, als wir endlich unseren Campervan hatten und los zur Great Ocean Road konnten. Den ersten Tag sind wir bis Lorne gefahren. Unterwegs haben wir noch einige Stops gemacht, um uns die Strände anzusehen. Und Überraschung, es ist ziemlich kalt im Sommer am Strand in Australien. 😀 Ich bewundere die Leute die sich dort in die Fluten gestürzt haben. Mir war es viel zu kalt….Wasser und Luft. Es wehte nämlich immer ein schöner Wind von See her.

So ging es die Tage weiter. Eigentlich wollten wir bis Adelaide hoch, dann noch in die Grampians und zurück nach Melbourne. Wir haben es bis Warrnambool geschafft, das ist noch ein Stück hinter den 12 Aposteln, und sind dann in die Grampians abgebogen. Dort haben wir eine Nacht verbracht und sind wieder zurück an die Küste gefahren. Eigentlich hätte es gelangt, sich die 12 Apostel anzuschauen und dann in die Grampians zu fahren. Finde ich im Nachhinein jedenfalls, weil das Stück bis Warrnambool, wenn man auf der Great Ocean Road bleibt, nicht sehr spannend ist.

Die Grampians sind ein wunderschönes Fleckchen Erde. Wir haben ja leider nicht viel hiervon gesehen, aber solltet Ihr Mal dort sein, lasst Euch Zeit beim Erkunden. Wir haben hier unsere ersten Kangaroos gesehen und Emus.

Auf dem Rückweg haben wir noch den TreeTopWalk in Weeaproniah besucht. Hier lohnt sich ein Besuch, auch wenn die Preise horent sind. Wenn man die Karte von der Great Ocean Road hat, kann man aber 15% sparen.

Kleiner Tip am Rande, wenn Ihr über den Australia Day fahrt, bucht die Campgrounds vorher. Sonst habt ihr es wirklich nicht leicht noch einen Platz zu finden.

Die letzte Nacht haben wir in Breamlea auf dem Campground verbracht. Wenn man wirklich keinen Komfort braucht und auch mit unschönen Sanitären Anlagen leben kann, lohnt sich der Platz. Sehr günstig und ganz nahe am Strand gelegene, welcher sogar überwacht wird. Wir haben sogar  eine Tüte Süßkram für 2 $ bekommen, weil wir internationale Reisende waren. 😛

Da um 10 Uhr immer Auschecken war und wir noch bis 15 Uhr Zeit hatten, sind wir noch nach Queenscliff gefahren. Von dort fährt die Fähre nach Tasmanien. Die Innenstadt mutet ein wenig wie eine alte Westernstadt an. Wie in so vielen kleinen Orten.

Tja, und dann mussten wir unseren Campervan auch schon wieder abgeben und unsere letzte Nacht stand an. Unsere Gastgeberin war eine ganz liebe Dame. Sie hat mich noch zum Yoga gefahren, ja ich habe am letzten Tag eine Stunde im Kundalini House Melbourne (Brunswick East) mitgemacht. Muss ja für die Ausbildung 10 Stunden bei anderen Lehrern mitmachen. Ich bin stolz darauf, dass ich das durchgezogen habe. Schaut dort ruhig vorbei, wenn ihr in der Nähe seid. Es war eine tolle Erfahrung.

Ebenfalls stolz bin ich auf unsere Kinder. Die zwei haben alles super mitgemacht. Die Flüge, zusammen in einem Bett schlafen (die zwei durften nämlich nur unten schlafen, wir zwei Großen hatten das obere Bett), das rum Gefahre (ja, mehr Zeit und mehr Pausen wären für Kinder besser) und und und. Nicht alle Kinder hätten das so gut mitgemacht. Klar wurde auch gemeckert und gemotzt, aber es hielt sich alles im Rahmen. Ich würde es so ähnlich definitiv immer wieder machen.

Ein großes Danke auch noch an unseren Freund, der uns in Melbourne geholfen hat. 🙂

Noch etwas zur Nachhaltigkeit: In Brunswick, auf der Einkaufsstraße, gibt es einen kleinen Laden, in dem man ohne Verpackungsmaterial auskommt.

Ansonsten habe ich versucht loses Gemüse zu kaufen und auf die Plastiktüten zu verzichten, die man dort umsonst bekommt.

Kundalini Yoga

Schritt für Schritt

Sat Nam meine Lieben. Ich möchte Euch Heute einmal erzählen, was sich in Sachen Nachhaltigkeit bei uns getan hat.

Wäsche waschen

Die Wäsche wird bei uns fast nur noch mit selbst hergestelltem Waschmittel gewaschen. Das selber herstellen geht recht schnell und ist kein Aufwand. Ich habe aber noch einen ganzen Karton gekauftes Waschmittel, welches ich zur Zeit noch leere. Im Herbst habe ich auch Kastanien und Efeu genutzt. Eine super Alternative zum gekauften Waschmittel. Macht auch sauber und die Wäsche riecht nach nichts.

Geschirrspüler

Hier habe ich letztes Jahr eine große Menge Geschirrspülmittel selber gemacht. Dieses brauche ich jetzt auf und steige dann aber zu Ökotabs um. Leider hat das selbst hergestellte Mittel nicht den gewünschten Reinigungserfolg gezeigt. Wenn ich Muße habe versuche ich noch mal den Soda Gehalt zu erhöhen, vielleicht geht es dann besser. Ökotabs bekommt man bei DM

Einkaufen

Zum Einkaufen habe ich immer Beutel dabei, im Auto steht auch noch eine Kiste, damit ich keine Tüten zum Verpacken kaufen muss. Obst wird nur noch lose gekauft und ich bekomme von den Kassiererinnen nur Lob dafür, dass ich diese Plastiktüten nicht nehme. Litschis fülle ich auch gleich in einen Beutel. Beim wiegen an der Kasse ist es mir egal, ob dieser mitgewogen wird. Eine Kassiererin hat den Beutel auch ausgeleert und nur die Litschis gewogen. Sie meinte das wäre besser 😀

Wurst wird, im Regelfall, nur noch beim Fleischer im Ort gekauft und in Dosen abgefüllt. Leider kommen wir nicht um die Papierstücke zur Trennung drum rum, aber besser als nichts.

Brot und Brötchen kommen auch in einen Beutel und nur ganz selten in die Papiertüten.

Bei Konserven greife ich lieber zu Glas als zu Dosen.

Taschentücher werden auch bei DM oder Rossmann in recycling Boxen gekauft, ohne Plastiköffnung. Ich finde die irgendwie auch angenehmer. Stofftaschentücher wären zwar am allerbesten, aber ich komme da noch nicht dran. Mein Mann benutzt aber nichts anderes.

Toilettenpapier gibt es auch nur in recycelter Form und die Plastikverpackung wird noch als Mülltüte verwendet.

Hygiene

Meine Zahnbürste ist die Bambuszahnbürste von Hydrophil. Für Kinder und Mann habe ich diese auch schon mitbestellt, aber wir haben noch einige „normale“ Zahnbürste hier, die natürlich erst Mal genutzt werden. Bei Zahncreme finde ich es sehr schwer, aber für uns habe ich die Sante Zahncreme entdeckt und wir werden auch dabei bleiben vorerst.

Deo habe ich zur Zeit in Flasche und ohne Aluminium. Ab und zu nutze ich das Cremedeo von Manna. Hiervon bin ich aber noch nicht ganz überzeugt.

Einzug gehalten hat, zum Haare waschen, eine Shampoobar. Mit dieser komme ich besser zurecht als mit einer Haarseife. Die letzte Haarseife die ich benutzt habe hat, trotz saurer Rinse, zu komischen Haaren geführt. Bis jetzt habe ich die Shampoobar immer bei Steffis Hexenküche bestellt. Die nächste Bestellung möchte ich aber bei SauberKunst machen. Hier werden auch vegane und palmölfreie Seifen verkauft.

Ebenso benutze ich kein Duschgel mehr, sondern habe meine Stückseife in der Dusche hängen.

Sonstiges

Mineralwasser gibt es bei uns nur noch aus dem Sprudler. Ein großer Haufen Plastikflaschen fällt so weg.


Es hat sich also schon einiges getan bei uns. Vielleicht animiert es den einen oder anderen dazu, auch einen Versuch zu starten etwas für die Umwelt und sich selbst zu tun.

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Original Unverpackt Nr. 2

Ich habe Heute meine zweite Bestellung von Original Unverpackt bekommen. Die Lieferzeit ist wirklich sehr gut. Ich habe am Dienstag Abend bestellt und Heute ist das Paket da.

Erstmal gibt es für die ganze Familie Hydrophil Bambus Zahnbürsten. Ich nutze meine ja schon länger und bin sehr zufrieden mit dieser, daher wird es jetzt für den Rest der Familie Zeit auch umzustellen. 😀 Ja, die Bürsten sind etwas teurer als normale Zahnbürsten aus der Drogerie, doch dafür fällt kein Plastikmüll an, insofern finde ich es in Ordnung.

Kernseife brauchte ich wieder für Waschmittel, dieses mache ich, wenn ich nicht Kastanien oder Efeu nutze, selber. Efeu habe ich Gestern getestet und bin wirklich erstaunt wie gut es funktioniert.

Eine Holzspülbürste hatte ich in der ersten Bestellung schon dabei, dieses Mal habe ich zwei Ersatzköpfe mitbestellt, damit ich welche auf Vorrat habe.

Nebst dem habe ich noch ein paar Haar- und Körperseifen bestellt. Die Duftrichtungen sagen mir schon einmal sehr zu und freue mich diese nutzen zu können.

Ich bin wirklich sehr angetan vom Konzept von Original Unverpackt. Die Preise sind in Ordnung, Lieferung ist wirklich schnell und es gibt immer eine handgeschriebene Danksagung. So kann man doch gut mit Nachhaltigkeit anfangen. Schade finde ich, dass es hier in der Nähe keinen richtigen Laden gibt, Magdeburg wäre sicher ein guter Standort hierfür.

 

Bestellt bei Original Unverpackt

Ich weiß, ich schreibe in letzter Zeit viel zu wenig über Yoga, aber wie ich in einem vorherigen Beitrag geschrieben hatte…für mich gehören Yoga und Nachhaltigkeit zusammen.

So kommt es, dass ich  mich durch viele interessante Blogs zum Thema arbeite und mir auch schon einige Shop-Seiten angesehen haben, die sich zum Ziel gesetzt haben nachhaltige Produkte in wenig, bis keiner Verpackung zu verkaufen. Dabei bin ich auf die Internetseite von Original Unverpackt gestoßen. Gibt es auch als normalen Laden, aber nicht in der Nähe von Magdeburg. Ich habe natürlich einiges bestellt. 😀

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Das ist dabei raus gekommen 😉

Das Toilettenpapier ist 100% aus Bambus, ungebleicht und erst mal nur in Karton verpackt. Spülbürste unverpackt, Zahnbürste von Hydrophil in Karton und dann noch einmal in Papier und zwei Einweckgläser unverpackt. In den Gläsern steht jeweils ein Stift. Ich hab so gelacht, als ich die gesehen habe. Wenn der Stift seinem Ende zugeht, steckt man ihn einfach in die Erde und gießt ihn. Bei mir sollen dann eine Sonnenblume und eine Cherry Tomate bei raus kommen. Es gibt aber auch andere Sorten. Das ist wirklich eine klasse Idee und ich hoffe es funktioniert auch.

Den Aufkleber gab es so dazu und die selbst geschriebene Karte ist das i-Tüpfelchenbei dieser Bestellung.

Habt Ihr noch weitere interessante Seiten?

 

Nachhaltigkeit

Ich beschäftige mich grade mit dem Thema der Nachhaltigkeit, welches ich auch im Yoga für sehr wichtig empfinde. Mein Weg führt mich über einige Blogs zu sehr interessanten Produkten. Zum Beispiel habe ich so eine Zahnbürste gefunden die einen Bambus-Stil und Nylon-Borsten hat. Ihr findet diese bei Hydrophil in verschiedenen Farben und härte Graden. Bei Hydrophil gibt es auch Seife, Wattestäbchen und Kondome, Glasflaschen und einiges mehr. Schaut Euch doch einfach mal um.

Eine weitere interessante Seite ist http://www.plasno.de/. Hier gibt es, wie der Seitenname schon sagt, alltägliche Haushaltsprodukte ohne Plastik. Guckt Euch am Besten einfach mal um, es gibt viel zu sehen. 😀

Bei again&a-gain gibt es zum Beispiel Einkaufstaschen, die ihr anstatt der Plastikobsttüten nutzen könnt.

Jeder kann dabei helfen weniger Müll, ganz besonders weniger Plastikmüll, zu produzieren.